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KI-Suche

In ChatGPT gefunden werden: was ein Betrieb dafür tun kann.

In ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersicht gefunden werden: welche Crawler Sie zulassen, was auf die Seite gehört und was niemand versprechen kann.

Veröffentlicht
7. Oktober 2026
Lesezeit
5 Minuten
Autor
Enver Eser
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Manche Kunden tippen ihre Frage heute in einen Assistenten statt in Google: „Welche Gebäudereinigung in Burgau macht auch Baureinigung?“ Die Antwort ist ein Absatz mit zwei, drei Namen und ein paar Quellenlinks. Wer dort nicht steht, wird in diesem Moment nicht gefunden.

Das klingt nach einem neuen Spiel mit neuen Regeln. Zum größeren Teil sind es die alten: Die Assistenten suchen im Netz, lesen Seiten und fassen zusammen. Was eine Seite für Google lesbar macht, macht sie auch für diese Systeme lesbar. Ein paar Dinge kommen dazu, und um die geht es hier.

Woher wissen ChatGPT und Perplexity etwas über meinen Betrieb?

Aus zwei Quellen: aus dem, was das Modell im Training gelernt hat, und aus einer Websuche im Moment der Frage. Für einen kleinen Betrieb zählt fast nur die zweite. Ein Sprachmodell kennt die Gebäudereinigung in Burgau aus dem Training kaum. Bei einer aktuellen Frage sucht der Assistent aber im Netz und nennt, was er dort findet, meist mit Link.

Diese Suche läuft über eigene Crawler. Lässt Ihre robots.txt sie nicht zu, kann der Assistent Ihre Seite nicht als Quelle nutzen.

Welche Crawler sollte ich in der robots.txt zulassen?

Lassen Sie die Such-Crawler zu und entscheiden Sie beim Training getrennt. Die Anbieter trennen beides inzwischen sauber, und jeder Crawler lässt sich einzeln steuern. OpenAI schreibt ausdrücklich, dass die Einstellungen der einzelnen Bots unabhängig voneinander sind.

KI-Crawler und ihre Aufgaben (laut Doku der Betreiber, Stand Oktober 2026)
CrawlerBetreiberWofürEmpfehlung für Betriebe
OAI-SearchBotOpenAIWebsites in den Suchergebnissen von ChatGPT anzeigenZulassen
GPTBotOpenAIInhalte, die zum Training von Modellen genutzt werden könnenIhre Entscheidung, Sperren schadet der ChatGPT-Suche laut OpenAI nicht
ChatGPT-UserOpenAIAbrufe, die ein Nutzer in ChatGPT auslöstLaut OpenAI gelten robots.txt-Regeln hier unter Umständen nicht
PerplexityBotPerplexityWebsites in Perplexitys Suchergebnissen anzeigen und verlinken, kein TrainingZulassen
Perplexity-UserPerplexityAbruf einer Seite, wenn ein Nutzer fragtIgnoriert robots.txt laut Perplexity in der Regel
GooglebotGoogleGoogle-Suche, auch KI-Übersichten und KI-ModusZulassen, sonst fehlt die Seite auch in der normalen Suche
Google-ExtendedGoogleKein eigener Crawler, sondern ein Steuerzeichen: Training von Gemini-Modellen und Grounding in Gemini-AppsIhre Entscheidung, hat laut Google keinen Einfluss auf die Google-Suche

Wichtig bei Google: Für die KI-Übersichten und den KI-Modus gibt es keinen eigenen Crawler. Google schreibt, eine Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet in der Suche erscheinen dürfen. Weitere Anforderungen oder besondere Optimierungen gebe es nicht. Wer in der Google-Suche steht, kommt damit grundsätzlich auch für die KI-Übersicht in Frage.

Microsoft zeigt in den Bing Webmaster Tools seit Februar 2026 einen Bericht, wie oft eine Seite in Antworten von Microsoft Copilot und in KI-Zusammenfassungen bei Bing zitiert wird. Wer seine Seite dort anmeldet, sieht zum ersten Mal Zahlen statt Vermutungen. Für ChatGPT und Perplexity gibt es so einen Bericht nicht.

Was steht in der robots.txt von wemodo.de?

Die robots.txt von wemodo.de lässt alle Crawler zu und sagt über eine zusätzliche Zeile, wofür die Inhalte verwendet werden dürfen: Content-Signal: search=yes, ai-input=yes, ai-train=no. Suche ist erlaubt. Die Verwendung als Quelle für KI-Antworten ist erlaubt. Das Training von Modellen ist nicht erlaubt.

Die Abwägung dahinter steht als Kommentar in der Datei: Wer Kunden über Suche gewinnt, wird zunehmend in der Antwort eines Assistenten gefunden. Ein ai-input=no wäre ein selbst verhängtes Verbot, genau dort genannt zu werden. Ob sich ein Crawler an diese Signale hält, liegt allerdings bei seinem Betreiber. Die robots.txt ist eine Bitte, kein Schloss.

llms.txt, robots.txt und Content-Signals im Vergleich

Was muss auf der Seite stehen, damit eine KI sie zitiert?

Fakten, die man ohne Umweg herauslesen kann. Ein Assistent sucht nach einem Satz, der die Frage beantwortet. Steht die Antwort im dritten Absatz nach einer Einleitung über Qualität und Leidenschaft, findet er sie schlechter als einen Satz wie „Yolcu Gebäudereinigung reinigt in Burgau, Günzburg und Leipheim Büros, Treppenhäuser und Fenster“.

  • Leistung und Ort im selben Satz, nicht nur im Seitentitel.
  • Die Antwort zuerst, die Begründung danach. Jeder Abschnitt beginnt mit dem Kernsatz.
  • Überschriften als Fragen, wie Menschen sie stellen.
  • Fakten ausgeschrieben: Einzugsgebiet, Zulassungen, Gründungsjahr, Ansprechpartner. Was nur in einem Bild steht, liest kein Crawler.
  • Tabellen für Vergleiche. Eine Gegenüberstellung in einer Tabelle ist für Mensch und Maschine eindeutig.
  • Keine Aussagen, die sich nicht belegen lassen. Eine Seite voller Superlative ist als Quelle wertlos.

Warum ist die Entität so wichtig?

Eine Entität ist ein eindeutig beschriebenes Ding, hier Ihr Unternehmen: ein Name, eine Adresse, eine Telefonnummer, ein Gründer, verbunden mit Ihrer Website und Ihren Profilen. Je eindeutiger diese Beschreibung, desto sicherer kann ein System sagen, dass der Betrieb auf Ihrer Website derselbe ist wie der im Google-Profil und im Branchenverzeichnis.

Auf wemodo.de war das lange nicht so. Startseite, Ortsseiten, Leistungsseiten und Fallstudien beschrieben Wemodo jeweils neu, insgesamt an sieben Stellen und ohne gemeinsame Kennung. Für eine Maschine waren das sieben mögliche Unternehmen. Heute gibt es einen Unternehmensknoten mit fester @id auf der Startseite, und alle anderen Seiten verweisen nur noch darauf. Wie das in den strukturierten Daten aussieht, erkläre ich im Beitrag zu strukturierten Daten.

Strukturierte Daten für kleine Betriebe: ein Unternehmen, eine @id

Helfen Erwähnungen auf anderen Websites?

Ja, nach allem, was über diese Systeme bekannt ist. Ein Assistent, der nach „Gebäudereinigung Burgau“ sucht, liest neben Ihrer Seite alles, was die Suche liefert: Branchenverzeichnisse, Bewertungsportale, die Lokalzeitung, die Seite des Gewerbevereins. Steht Ihr Betrieb dort mit denselben Angaben wie auf Ihrer Website, bestätigen sich die Quellen gegenseitig.

Das ist dieselbe Arbeit wie für die lokale Google-Suche: ein gepflegtes Unternehmensprofil, einheitliche Angaben in den wichtigsten Verzeichnissen, gelegentlich ein Bericht über ein Projekt. Gekaufte Linklisten und Massen-Einträge gehören nicht dazu.

Was kann niemand versprechen?

Dass ChatGPT Ihren Betrieb nennt. Welche Quellen ein Assistent wählt, entscheidet er bei jeder Frage neu, und die Anbieter legen ihre Auswahl nicht offen. Auch Google schreibt zu den KI-Übersichten, dass Indexierung und Anzeige nicht garantiert sind. Wer Ihnen eine Platzierung in KI-Antworten zusagt, sagt etwas zu, das er nicht in der Hand hat.

Was sich steuern lässt: dass die Crawler Ihre Seite lesen dürfen, dass die Seite die Fragen Ihrer Kunden klar beantwortet und dass Ihr Betrieb überall gleich beschrieben ist. Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Website dabei steht, prüfe ich robots.txt, strukturierte Daten und Inhalte und sage Ihnen, was fehlt.

Sichtbarkeit in KI-Suchen: was ich prüfe und umsetze

Quellen

Veröffentlicht am von Enver Eser. Themenfeld: KI-Suche.

Fragen, die dazu oft kommen.

Mehr dazu, wie ich das für Betriebe umsetze:

Sichtbarkeit in KI-Suchen
Wenn ich GPTBot sperre, erscheine ich dann nicht mehr in ChatGPT?

Doch. GPTBot sammelt laut OpenAI Inhalte, die für das Training von Modellen genutzt werden können. Für die Suche in ChatGPT ist OAI-SearchBot zuständig, und OpenAI schreibt, dass die Einstellungen beider Bots unabhängig voneinander sind.

Brauche ich für Googles KI-Übersicht etwas Besonderes?

Laut Google nicht. Eine Seite muss indexiert sein und mit Snippet in der Suche erscheinen dürfen. Zusätzliche Dateien, KI-Textdateien oder besonderes Markup verlangt Google dafür ausdrücklich nicht.

Sperrt Google-Extended meine Seite für die KI-Übersicht?

Nach Googles Doku nicht. Google-Extended steuert das Training von Gemini-Modellen und das Grounding in Gemini-Apps und hat laut Google keinen Einfluss darauf, ob eine Seite in der Google-Suche erscheint. Um Inhalte aus den KI-Übersichten herauszuhalten, nennt Google die Snippet-Steuerung wie nosnippet.

Kann ich sehen, ob mein Betrieb in KI-Antworten zitiert wird?

Für Microsoft Copilot und die KI-Zusammenfassungen bei Bing ja, über den Bericht zur KI-Leistung in den Bing Webmaster Tools. Für ChatGPT und Perplexity gibt es keinen vergleichbaren Bericht. Dort bleibt nur, die eigenen Kundenfragen selbst zu stellen und zu schauen, wer genannt wird.

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