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Wie KI den Webdesign-Prozess verändert und was davon in der Praxis bleibt.

Wo KI im Webdesign Zeit spart, wo sie Fehler einbaut und was das für Designer und Auftraggeber bedeutet. Eine Einordnung aus der Praxis.

Veröffentlicht
10. November 2025
Lesezeit
2 Minuten
Autor
Enver Eser
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Designer skizziert eine App-Oberfläche mit Filzstift auf Papier

KI-Werkzeuge gehören inzwischen zu meinem Arbeitsalltag. An manchen Stellen sparen sie viel Zeit, an anderen gar keine. Hier eine Einordnung aus Sicht von jemandem, der Websites für Handwerk und Dienstleister baut.

1. Wo KI hilft

Beim Programmieren. Ich baue Websites in Framer oder im eigenen Wemodo Web System mit SvelteKit. Wiederkehrende Bausteine, Umbauten über viele Dateien und die Fehlersuche gehen mit einem KI-Assistenten deutlich schneller. Was er schreibt, prüfe ich trotzdem selbst.

Bei Fleißarbeit rund um Inhalte. Alt-Texte für Bilder vorschlagen, eine Seitenstruktur grob ordnen, strukturierte Daten aus vorhandenen Angaben zusammensetzen. Heraus kommt ein Entwurf, kein fertiger Text.

Beim Prüfen. Rechtschreibung, kaputte Links und Kontraste lassen sich gut automatisch gegenlesen.

2. Wo KI schadet

Bei Texten, die nach dem Betrieb klingen sollen. KI-Texte erkennt man an glatten Sätzen und Versprechen, die auf jeden Betrieb passen. Kunden merken das, auch wenn sie es nicht benennen können.

Bei Fakten. Ein Sprachmodell erfindet Zahlen und Quellen, wenn es keine hat, und klingt dabei überzeugt. Auf einer Firmenwebsite ist eine falsche Angabe zu Preisen, Fristen oder Zulassungen ein echtes Problem. Bei Finanzberatung Abeska steht etwa die Erlaubnis nach § 34d in den strukturierten Daten. So eine Angabe muss stimmen und wird von Hand geprüft.

Bei Website-Generatoren. Werkzeuge wie Framer AI oder Durable bauen in wenigen Minuten eine Seite. Sie sieht ordentlich aus, ähnelt aber jeder anderen. Was den eigenen Betrieb ausmacht, muss trotzdem jemand herausfinden und aufschreiben.

3. Was sich für Designer ändert

Die reine Umsetzung wird billiger. Ein Layout nach Vorlage kann heute fast jeder erzeugen. Wer davon lebt, bekommt Druck.

Wichtiger wird die Arbeit davor: herausfinden, was die Kunden eines Betriebs wissen wollen, welche Seiten es dafür braucht und nach welchen Begriffen gesucht wird. Bei Schrott Ulm war die eigentliche Arbeit, für 29 Orte zu klären, was jeweils anders ist, und „in aller Regel kostenlos“ so zu formulieren, dass die Ausnahmen offen dabeistehen. Das kann kein Werkzeug von sich aus wissen.

4. Was Auftraggeber davon haben

Einzelne Schritte gehen schneller, vor allem in der Technik. Die gewonnene Zeit fließt bei mir in Dinge, die sonst zu kurz kommen, etwa Ladezeit und Texte.

Wer selbst mit KI eine Website erstellt, sollte zwei Dinge prüfen. Erstens, ob jede Zahl und jede Angabe stimmt. Zweitens, ob der Text genauso gut auf der Seite eines Mitbewerbers stehen könnte. Wenn ja, fehlt das, was Ihren Betrieb ausmacht.

Veröffentlicht am von Enver Eser. Themenfeld: Technik & Werkzeuge.

Zum Themenfeld Technik & Werkzeuge

Framer, eigener Code, Baukasten: was hinter einer Website steckt und woran man den passenden Weg erkennt.

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